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Familienplanung

Familie und Beruf
„Wie kriege ich alles unter einen Hut?"

Seit 2007 gibt es das Elterngeld, das Müttern und Vätern die gemeinsame Betreuung ihres Kindes nach der Geburt ermöglicht, ohne große finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen. Auch der Wiedereinstieg in den Beruf soll durch das Elterngeld erleichtert werden. Dennoch bleibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Herausforderung. Doch mit einer guten Planung ist sie durchaus zu meistern.

Die Einführung des Elterngelds bedeutet eine Entlastung für die Eltern in der ersten Zeit nach der Geburt, denn sie können sich nun, im Gegensatz zum früheren Mutterschaftsgeld, die Betreuung ihres Kindes in den ersten Lebensmonaten teilen. Das ermöglicht Vätern, mehr Zeit mit ihrem Nachwuchs zu verbringen und bietet Müttern unter anderem den Vorteil, dass sie nicht so lange aus ihrem Beruf aussteigen müssen und so der Wiedereinstieg leichter fällt.

Doch was, wenn die Zeit des Elterngeldes vorbei ist und beide wieder arbeiten? Dann ist gute Planung und Organisation gefordert. Um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, ohne dabei den Kopf zu verlieren, ist Folgendes besonders wichtig und hilfreich:

 

·         Eine gute und verlässliche Kinderbetreuung.
Für die Betreuung Ihres Kindes stehen neben der Kita noch viele andere Möglichkeiten zur Verfügung, mit der Sie die Kinderbetreuung besser mit Ihren individuellen Arbeitszeiten abstimmen können, wie z.B. Tagesmütter, Au-Pairs oder private Elterninitiativen (mehr dazu hier).

·         Ein „Plan B“ für Notfälle.
Für eventuelle Notfälle sollten Sie eine Alternative parat halten. Was ist z.B. wenn das Kind krank ist und nicht in die Kita kann? Oder wenn Überstunden anfallen? Wer kann dann auf das Kind aufpassen? Im Freundes- oder dem Verwandtenkreis, in der Nachbarschaft oder vielleicht auch andere Kita-Eltern gibt es sicherlich jemand, den Sie fragen können.

·         Ein gutes Zeitmanagement.
Nirgendwo ist Zeitmanagement wohl so wichtig wie bei berufstätigen Eltern. Mit einer guten Planung (z.B. mit Hilfe eines Wochen- oder Monatsplans) können Sie Ihre Zeit effektiver nutzen und somit mehr Zeit für sich und Ihre Familie gewinnen.
(Mehr Informationen zum Thema Zeitmanagement finden Sie in unseren Artikeln „Nie mehr zu wenig Zeit!“ und „Work-Life-Balance für Alleinerziehende“ )

·         Mut zur Unvollkommenheit.
Trennen Sie sich von zu hohen Erwartungen an sich selbst: Sie können nicht perfekte Eltern, stets freundliche Kollegen und durchorganisierte Hausfrau bzw. Hausmann in einem sein. Das ist auch gar nicht nötig. Wichtiger sind für Ihr Kind möglichst entspannte und zufriedene Eltern – dafür kann der Abwasch ruhig mal stehen bleiben.

·         Kinder zur Mithilfe erziehen.
Eltern müssen nicht alles im Haushalt allein erledigen. Vielmehr sollten sie sogar - ganz ohne schlechtes Gewissen -  Aufgaben an ihre Kinder abgeben. Dies ist nicht nur eine Entlastung für die Eltern, sondern auch eine wichtige pädagogische Haltung: Wer seinem Kind schon in jungen Jahren beibringt, dass Hilfe im Haushalt (Arbeit) etwas Selbstverständliches und Gutes ist, tut damit nicht nur sich, sondern auch seinem Kind einen großen Gefallen.
Auch kleine Kinder können schon im Haushalt helfen (z.B. beim Tisch abwischen oder Geschirr wegräumen), was sie oft mit Freuden tun.

 

 

Berufstätige Eltern haben oft Angst, ihre Kinder zu vernachlässigen. Besonders Frauen, die schon bald nach der Geburt wieder arbeiten möchten, fürchten oft, für eine schlechte Mutter gehalten zu werden oder haben Zweifel, ob dass Kind nicht doch darunter leiden könnte. Solche Ängste sind aber unbegründet, sofern das Kind gut betreut wird und sich dort wohl fühlt.
Kinder können sogar auf zwei Arten von der Berufstätigkeit der Eltern profitieren: Einerseits sind die Eltern zufriedener, wenn sie sich im Job verwirklichen und mit dem Beruf eine Abwechslung zum Familienleben schaffen können – das lässt das Miteinander zuhause umso harmonischer werden. Und selbst wenn nicht jeder so einer erfüllten Berufstätigkeit nachgeht: auch hierin sind Sie für Ihr Kind ein wichtiges Vorbild, in dem Sie trotzdem „ihren Mann oder ihre Frau stehen“ und das Leben mit seien Anforderungen meistern. Und andererseits nutzen berufstätige Eltern die Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringen, meist besonders intensiv. Und das ist, worauf es letztendlich ankommt, egal ob berufstätig oder nicht: Auf die Qualität der gemeinsam verbrachten Zeit, nicht auf die Länge.

 

Weitere Informationen:

Mehr zum Thema Elterngeld inklusive einem Elterngeld-Onlinerechner finden Sie hier.

 

 

Das Kindergeld
Kinder machen Freude – und kosten Geld

Kinder kosten. Neben ein paar Nerven auch eine Menge Geld. Das Kindergeld soll die Eltern finanziell unterstützen. Es beträgt für die ersten zwei Kinder je 184 Euro im Monat, für das dritte 190 Euro und für jedes weitere Kind 215 Euro. Gezahlt wird es bis zum 18. Lebensjahr oder darüber hinaus, wenn das Einkommen des Kindes eine bestimmte Grenze nicht überschreitet. Ausgezahlt wird es von der Familienkasse bei der Agentur für Arbeit. Anstelle des Kindergeldes kann aber auch ein Kinderfreibetrag in Anspruch genommen werden, wenn er sich nach der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens durch das Finanzamt für den Steuerpflichtigen als günstiger erweist als das bereits bezogene Kindergeld. Der Steuerfreibetrag beträgt 187 Euro pro Monat und Elternteil. (Quelle: www.vnr.de)

Spart auch Geld: Lassen Sie Ihr Kind auf Ihrer Lohnsteuerkarte eintragen. So können Sie finanzielle Vorteile ausschöpfen. Die Eintragung nimmt Ihre Gemeindeverwaltung vor. Dafür müssen Sie bei der Einkommenssteuererklärung nur die Anlage "Kind" ausfüllen.

Das Elterngeld
Schreibtisch gegen Kinderwagen

Das Elterngeld steht allen zu, deren Kinder nach dem 1.1.2007 geboren sind. Grundsätzlich bezahlt Vater Staat monatlich 67 % des Nettoeinkommens als Elterngeld. Das Minimum beträgt dabei 300 Euro, maximal können Sie 1.800 Euro erhalten.

Zudem haben beide Eltern grundsätzlich Anspruch auf 14 Monate Elterngeld; allerdings fließt das Mutterschaftsgeld nach der Geburt mit ins Elterngeld ein. So sorgt geteilte Elternzeit nicht nur für mehr gemeinsame Elternfreude, sondern auch für mehr finanzielle Unterstützung.

Beantragt wird die Unterstützung bei der zuständigen Elterngeldstelle, die Sie bequem unter www.elterngeld.net ermitteln können, ebenso wie weitere Tipps und Tricks.

Wichtige Tipps

  • Melden Sie die Elternzeit mindestens sieben Wochen vor der Geburt bei Ihrem Arbeitgeber schriftlich an.
  • Stellen Sie den Antrag auf Elterngeld so rasch wie möglich nach der Geburt, denn rückwirkend können nur drei Monate gezahlt werden.
Sport als Vorbereitung
Fit für die Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist eine große physische Belastung für die Frau. Immerhin leistet der Körper die Arbeit für zwei Menschen. Machen Sie sich fit für den Baby-Marathon. Schließlich trainiert ein Sportler auch lange vor dem großen Wettkampf. Sport bietet vor allem vier entscheidende Vorteile: 1. Steigerung der Ausdauer. 2. Stärkung der Kräfte. 3. Verbesserung der Beweglichkeit. 4. Seelischer Ausgleich.

Alle tragen maßgeblich zu Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit in der Schwangerschaft bei und sorgen dafür, dass Sie nach der Schwangerschaft umso schneller wieder "ganz die Alte" sind. Geeignete Sportarten sind übrigens Gymnastik oder Aerobic, Schwimmen, Radfahren und Jogging bzw. Nordic Walking. Im Grunde ist alles gut, was mit Bewegung zu tun hat. Und wenn Sie dabei noch an der frischen Luft sind – umso besser.

Doch wie so oft gilt natürlich auch hier: Maß halten, lieber gemächlich beginnen und sich in kleinen Schritten langsam steigern.

Der Zykluscheck
Was ist hier los?

Der Monatszyklus ist das Maß der Dinge, wenn es darum geht, die Chancen für eine Schwangerschaft auszuloten. Basaltemperaturkurve und Muttermundschleim lassen sich zu Hause selbst untersuchen, exakter kann dies jedoch der Arzt mit dem Zykluscheck. Häufige Ursache für das Nicht-Eintreten einer Schwangerschaft sind Hormonstörungen.

Beim Zykluscheck kombiniert der Frauenarzt Ultraschalluntersuchungen mit Hormonbestimmungen und kann so feststellen, ob eine Eizelle heranreift, die sich zur Befruchtung eignet. Mögliche Störungen des Hormonhaushalts innerhalb des Zyklusgeschehens können so festgestellt werden. Dafür werden an verschiedenen Tagen die Größe des Eibläschens und das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut kontrolliert. Zudem wird zu mehreren Zeitpunkten innerhalb des Zyklus Blut abgenommen, um so unterschiedliche Hormonwerte zu bestimmen.

Obwohl hierfür der Besuch beim Arzt sein muss, ist der Zykluscheck keine Therapie. Mit der Methode kann aber der optimale Zeitpunkt für eine Befruchtung sehr genau ermittelt werden. Und dies ist ja oft schon der erste Schritt ins Glück.

Schwangerschaft und Geburt

Das Mutterschutzgesetz
Schützt Mutter und Kind

Der Bauch wird immer größer, der Geburtstermin rückt immer näher, da müssen Mutter und Kind geschützt werden. Und womit: mit besonderen Rechten.

Der Mutterschutz beginnt, sobald Sie Ihrem Arbeitgeber mitteilen, dass Sie schwanger sind. Also: Rechtzeitig den Chef in Kenntnis setzen. Denn der Arbeitgeber muss Ihre Schwangerschaft dem Gewerbeaufsichtsamt mitteilen und die vorgesehenen Schutzvorschriften für Schwangere einhalten.

Zudem gilt der Kündigungsschutz, sobald der Arbeitgeber offiziell von der Schwangerschaft weiß. Dazu kann Ihr Chef das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme verlangen. Dafür muss er allerdings die Kosten tragen.

Aber es kann auch besser sein, die Schwangerschaft erst mitzuteilen, wenn sie wirklich sicher ist – also nach der 12. Woche – damit der Vorgesetzte Sie nicht von Lehrgängen und Fortbildungen ausschließt.

Welche Arbeiten sind tabu?

Einige Arbeiten dürfen laut Mutterschutzgesetz nicht ausgeübt werden, wenn eine medizinische Gefahr für das Leben von Mutter oder Kind besteht. Dann bescheinigt der Arzt ein Beschäftigungsverbot. Dazu gehören:

  • der Umgang mit giftigen oder radioaktiven Stoffen bzw. mit Krankheitserregern
  • das regelmäßige Heben und Tragen von Lasten, die mehr als fünf Kilogramm wiegen
  • ständiges Stehen sowie häufiges Strecken, Beugen und Recken
  • ab dem dritten Monat: Arbeit in Beförderungsmitteln wie Bussen, Taxis oder Flugzeugen
  • Akkord- oder Fließbandarbeit
  • Nacht- und Sonntagsarbeit zwischen 20 und 6 Uhr; Ausnahmen gelten in der Gastronomie, in der Landwirtschaft und beim Theater

Weitere Ausnahmen und den genauen Wortlaut lesen Sie bitte im Mutterschutzgesetz nach.
Das müsste auch in Ihrer Firma aushängen, wenn dort mehr als drei Frauen beschäftigt sind. Falls nicht, finden Sie es auch unter www.gesetze-im-internet.de.

Alle weiteren Fragen beantwortet Ihnen Ihre Aufsichtsbehörde zur Überwachung des Mutterschutzgesetzes. Wer und wo die für Sie zuständige Aufsichtsbehörde ist, sagen wir Ihnen gern. Rufen Sie uns einfach kostenlos unter 0800 222 12 11 an.

Wann beginnt die Mutterschutzfrist?

Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Geburt und endet acht Wochen nach der Geburt. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich die Frist auf jeweils 12 Wochen. Wenn Sie vor der Geburt noch unbedingt weiterarbeiten wollen, können Sie das tun und dürfen Ihre Entscheidung dabei jederzeit widerrufen. In den ersten acht Wochen nach der Geburt besteht allerdings absolutes Beschäftigungsverbot: Selbst wenn Sie wollten, dürfen Sie in dieser Zeit nicht beschäftigt werden. Und Sie wissen schon: In der Mutterschutzfrist erhalten gesetzlich Versicherte Mutterschaftsgeld.

Kann man Ihnen kündigen?

Wenn eine Frau ein Kind erwartet, darf ihr laut Mutterschutzgesetz vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ablauf des vierten Monats nach der Entbindung nicht gekündigt werden. Wenn Sie erst nach der Kündigung von Ihrer Schwangerschaft erfahren, aber zur Zeit der Kündigung bereits schwanger waren, haben Sie zwei Wochen Zeit, dies dem Arbeitgeber mitzuteilen. So erhalten Sie rückwirkend Kündigungsschutz. Dieser Schutz gilt auch in der Probezeit. Der Kündigungsschutz verlängert sich automatisch um die Dauer der Elternzeit, wenn Sie unmittelbar im Anschluss an die Mutterschutzfrist von acht oder 12 Wochen Ihre Elternzeit in Anspruch nehmen. Sie selbst können während der Schwangerschaft und bis zum Ende der Schutzpflicht fristlos kündigen. Während der Elternzeit beträgt die Kündigungsfrist drei Monate. Möglich sind Kündigungen während des Mutterschutzes trotzdem – zum Beispiel bei Insolvenz oder Betriebsschließung.

Wer ist überhaupt schutzberechtigt?

Alle schwangeren angestellten Frauen sowie Teilzeitbeschäftigte, Auszubildende mit Vertrag, Hausangestellte oder Heimarbeiterinnen. Das Gesetz gilt nicht für Selbstständige, Geschäftsführerinnnen, Freiberuflerinnen oder Studierende. Für Beamtinnen treten besondere Regeln in Kraft. Gut zu wissen: Ein befristetes Arbeitsverhältnis endet auch während der Schwangerschaft bzw. in der Elternzeit.

Sport mit Babybauch
Fit in der Schwangerschaft

Dass Frauen während der Schwangerschaft an Gewicht zulegen, ist normal – ja, sogar gut für Mutter und Kind. Das Baby im Mutterleib, Muskelmasse, Gebärmutter, Brüste und der Aufbau von zusätzlichem Fettgewebe sorgen dafür, dass die Frauen einige Kilogramm zunehmen. Kräftigere Frauen nehmen normalerweise weniger, schlanke Frauen etwas mehr zu. Sport ist dabei ein tolles Mittel gegen unnötige Pfunde und bietet darüber hinaus noch einige weitere Vorteile, die Schwangerschaft und Geburt erleichtern: zum Beispiel Kräftigung der Muskulatur und Verbesserung der Kondition. Daneben ist Bewegung auch gut für den Kopf und ein mentaler Ausgleich ist in dieser manchmal belastenden Phase ja auch nicht so verkehrt.

Grundsätzlich gilt: Haben Sie vor der Schwangerschaft bereits Sport getrieben, hören Sie jetzt nicht damit auf. Lassen Sie es allenfalls ein bisschen ruhiger angehen, gehen Sie nicht an Ihre Leistungsgrenze und trainieren Sie nicht öfter als vier Mal pro Woche. Sportarten, bei denen Stürze, Stöße und Schläge zu erwarten sind, wie Inlineskaten, Kampf- und Ballsportarten oder Alpinskilauf, sollten Sie jedoch vermeiden. Geeignet sind die „sanften“ Disziplinen: Schwimmen, Nordic Walking, Skilanglauf im Winter, Aerobic und Radfahren. Zur Entspannung dürfen Sie gerne auch danach die Sauna besuchen. Die Schwitzkur schadet dem Nachwuchs überhaupt nicht. Wichtig ist hierbei wie bei allen schweißtreibenden Beschäftigungen: Viel trinken und den Körper ausreichend regenerieren! Hören Sie in sich hinein und gehen Sie nicht nach (Trainings-)Plan vor.

Gegen das Morgenübel
Die Tipps und Tricks

Vater werden ist nicht schwer? Mutter werden dagegen manchmal sehr. Besonders am Morgen – denn rund 75 Prozent der Schwangeren haben vor allem in den ersten drei Monaten mit Problemen zu kämpfen. Ein flaues Gefühl im Magen, Erbrechen und eine Abneigung gegen verschiedene Gerüche und Speisen, wie zum Beispiel Fleisch, sind häufig die Symptome. Die Ursachen hierfür sind aus medizinischer Sicht unklar. Man vermutet, dass der Körper eine Aversion gegen Lebensmittel entwickelt, die leicht mit Krankheitserregern infiziert werden können, um so das ungeborene Kind zu schützen. Mit dem Absinken des Schwangerschaftshormons humanes Choriongonadotropin (HCG) nach der zwölften Schwangerschaftswoche verschwindet auch meist die Übelkeit wieder.

Das „Morgenübel“ lässt sich zwar nicht ganz verhindern, mit einigen Tipps und Tricks lässt es sich aber häufig deutlich lindern. Generell sollte „frau“ dem Magen Gutes tun. Gleich morgens im Bett ein lauwarmer Tee (Ingwertee ist sehr gut geeignet) und ein paar Kekse oder Zwieback sind ein guter Start in den Tag. Zwischendurch hilft oft ein Schluck Kondensmilch, ein Löffel trockene Haferflocken, eine Banane oder Trockenfrüchte, denn sie beschäftigen den Magen und binden überschüssige Säure. Und ganz wichtig: Viel trinken, denn durch Erbrechen verliert der Körper an Flüssigkeit. Am besten sind Wasser, Schorlen und Früchte- oder Kräutertees geeignet.

Bewegung an der frischen Luft hält den Stoffwechsel auf Trab: Studien zeigen, dass Frauen, die vor und während der Schwangerschaft Sport treiben, mit weniger Übelkeit zu kämpfen haben. Gönnen Sie sich dennoch viele ruhige Minuten: Lesen, Musikhören, ein Mittagsschlaf oder ein warmes Bad wirken oft wahre Wunder.

Das richtige Krankenhaus
Wohin nur?

Etwa 95 Prozent aller Babys werden in Kliniken und Krankenhäusern geboren. Trotz alternativer Möglichkeiten, ein Kind zur Welt zu bringen, empfinden viele Frauen den Komfort optimaler Versorgung und Pflege als angenehm und beruhigend. Entscheiden Sie sich auch für eine Entbindung im Krankenhaus, sollte dieses natürlich kompetent und sympathisch sein. Scheuen Sie sich nicht, im Vorfeld einige Informationen über die Institution Ihrer Wahl einzuholen.

 

Worauf Sie bei der Auswahl Ihres Krankenhauses achten können:

  • Anzahl der Geburtseinleitungen
  • Häufigkeit des Einsatzes von Schmerzmitteln
  • Prozentsatz an Kaiserschnitten pro Jahr
  • Möglichkeit aufrechter Gebärhaltungen
  • Anzahl der Periduralanästhesien pro Jahr
  • Anzahl der Dammschnitte pro Jahr
  • Möglichkeit für eine Wassergeburt
  • Einsatz der eigenen Hebamme
  • Angebot alternativer Therapien wie Akupunktur, Bachblüten, Homöopathie, Fußreflexzonentherapie etc.
  • 24-Stunden-Rooming-in
  • Stillrichtlinien

Wenn Sie eine Klinik in Ihrer Nähe suchen, können Sie auch den BKK-Klinikfinder benutzen. Achten Sie darauf: Manche Krankenhäuser tragen sogar das Siegel „babyfreundlich“.

Endlich – die Geburt
Jetzt geht’s los!

Der Tag ist da. Heute passiert es. Doch was passiert eigentlich genau? Woran merke ich, dass es losgeht? Mit dem einfachen Satz „das spürt man einfach“ können viele Frauen nichts anfangen und werden nervös, sobald erste Wehen einsetzen. Ein heißes Bad oder eine kuschelige Decke sind dann nicht nur angenehm, sie zeigen auch, ob es die Wehen „ernst meinen“. Verschwinden sie nämlich wieder, hat es noch nicht wirklich begonnen, wohingegen Wehen, die die Geburt ankündigen, unter Wärme erst richtig Fahrt aufnehmen. Oft hat die Frau dann das Gefühl, kräftig ausatmen zu müssen, und gerät außer Puste wie bei körperlicher Anstrengung.

Die Geburt kündigt sich mit Wehen an, die etwa 30 bis 60 Sekunden anhalten. Wenn die Fruchtblase platzt, gibt es keinen Aufschub mehr: Ab ins Krankenhaus! Denn das Baby sitzt ab jetzt auf dem Trockenen. In den seltensten Fällen geschieht dies übrigens mit einem klassischen „Plopp“, sondern eher sanft und das Fruchtwasser tritt nur langsam aus. In manchen Fällen geht der Abgang des Fruchtwassers mit leichten Blutungen einher. Kein Grund zur Panik, das ist normal.

Der Muttermund öffnet sich etwa mit durchschnittlich einem Zentimeter pro Stunde. Gerade bei Erstgebärenden kann dies durchaus auch langsamer vonstatten gehen. Die Wehen nehmen an Frequenz und Heftigkeit nun immer mehr zu und drücken den Kopf des Kindes tiefer in Richtung Muttermund. Nur im Notfall sollte man übrigens die Wehen künstlich einleiten.

Der Körper ist keine Maschine, die auf Kommando funktioniert. Haben Sie Vertrauen, denn fast immer wird alles von selbst gut. In der letzten Phase können Sie zeigen, was Sie im Vorbereitungskurs gelernt haben, denn jetzt kommt es auf die richtige Atmung an. Wenn der Kopf sichtbar ist, setzen die Presswehen ein, die Atemtechnik wird umgestellt und die schwierigste Phase beginnt. Ist der Kopf durch, ist der schwerste und schmerzhafteste Teil geschafft. Nun noch drei bis sechs Wehen, dann ist es da: Ihr Baby. Meist legt man es Ihnen sofort auf den Bauch. Dieser erste Kontakt ist nicht nur schön, sondern auch extrem wichtig für die Mutter-Kind-Beziehung. Erst danach muss der Kinderarzt die notwendigen Untersuchungen vornehmen.

Wie lange der anschließende Aufenthalt im Krankenhaus dauert, hängt in erster Linie vom Wohlbefinden von Mutter und Kind ab. Empfohlen wird dabei, die zweite Untersuchung (U 2) auf jeden Fall abzuwarten. Rechnen Sie mit etwa 4 bis 7 Tagen und nutzen Sie diese Zeit der Ruhe und Erholung, um sich entspannt und ohne Stress auf den Umgang mit Ihrem Neugeborenen einzustellen.

Wissen, was es wird
Männlein oder Weiblein?

Es gibt eigentlich nur zwei Methoden, festzustellen, ob im Mutterleib ein Junge oder Mädchen heranreift. Meist wird die Ultraschallmethode angewandt. Dabei „scannt“ der Frauenarzt die Gebärmutter und sieht, ob da ein „Zipfelchen“ ist oder nicht. Verlässlich kann man dies etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche sehen.

Darüber hinaus kann man mit einer Fruchtwasseruntersuchung das Geschlecht schon etwa in der 13. Woche feststellen. Sie dient auch dazu, um eventuelle Erbkrankheiten frühzeitig festzustellen, und wird in erster Linie zu diesem Zweck durchgeführt. Welches Geschlecht ein Kind hat, steht übrigens im Augenblick der Zeugung bereits fest, wenn eine männliche oder weibliche Samenzelle in die Eizelle eindringt. 

Die Babywippe
Pro und Contra

Sie wird viel diskutiert und spaltet die Eltern-Nation: die Babywippe. Die einen sagen, sie ist gut, das Kind ist eine Weile beschäftigt und schaukelt sich selbst in den Schlaf. Die anderen sind der Meinung, die Babywippe ist schädlich für die Wirbelsäule.

Letztlich liegt der Weisheit letzter Schluss wie so oft irgendwo in der Mitte. Tatsache ist: Das Baby liegt festgeschnallt in einer Schale und hat wenig Bewegungsfreiheit. Durch die feste Position kann es mit den Augen den Dingen, die um es herum passieren, nicht gut folgen. Zudem kann die Wirbelsäule tatsächlich leiden, wenn das Baby zu lange in der Wippe liegt.

Als Dauerplätzchen ist sie also nicht geeignet. Was also spricht für die Babywippe? Es ist so ähnlich wie mit dem Kindersitz im Auto: Der wird auch nur dann benutzt, wenn es notwendig ist. Viele Eltern setzen ihr Kind in die Schaukel, wenn sie „mal kurz“ ihr Baby nicht beaufsichtigen können, also beim Duschen, Kochen telefonieren usw. Für längere Liegephasen sollte man sie nicht verwenden. Das Kind selbst mag eine Weile Spaß am rhythmischen Schaukeln haben, möchte aber dann doch irgendwann Bewegungsfreiheit genießen, um seine neue Welt zu entdecken.

Das Kleinkind

Die Kindergartenfrage
Waldorf, Gemeinde oder Co.

Bewegungskindergarten, bilingual oder behindertengerecht: Aufwendig wird die Suche nach einem Kindergartenplatz sowieso, also sollte man sich vorher Gedanken machen, wie man sich die Betreuung vorstellt. Schließlich gibt man ja sein Kind auch nicht jedem x-Beliebigen.

Unter www.eltern.de können Sie mit zehn Fragen einfach feststellen, welche Kindergartenform am besten zu Ihnen passt. Und nicht vergessen, gleich die Checkliste für die Kindergartenplatzsuche auszudrucken.

Was geht im Kindergarten?

Milla kann schon rechnen, dafür plappert Lennart das ABC vorwärts und rückwärts. Und Sie sind froh, wenn Ihr Moritz eine Schleife binden kann? Natürlich vergleicht man seinen Sprössling mit anderen, um zu sehen, ob das Kind sich normal entwickelt oder eine Förderung braucht. Und natürlich ist man verunsichert, wenn es nicht das macht, was die vagen Entwicklungstabellen vorgeben. Also, sich bloß nicht verrückt machen, denn mit den kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen sind Sie in Sachen Gesundheit und Motorik auf der sicheren Seite und können sich auf die Erfahrung eines Kinderarztes und der BKK vor Ort verlassen.

Ob mit drei oder vier – gelernt ist gelernt

  • Sich selbst anziehen: Egal ob linker Schuh am rechten Fuß, Hauptsache, die lieben Kleinen haben es allein getan! Ab drei Jahren ist eine gute Zeit dafür. Bei der Entscheidung, was sie anziehen, können sie aber noch jede Menge Hilfe gebrauchen. Das ändert sich auch lange nicht.
  • Den Tisch decken: Auch Dreijährige wollen erwachsen sein und machen alles nach, wenn sie es wollen. Scherben können dann auch mal die Folge sein, aber der Stolz in den Augen entschädigt für jeden zerbrochenen Teller.
  • Telefonieren: Unglaublich, Oma sitzt im Hörer und der klingelt auch noch. Da staunen alle Dreijährigen. Mit vier oder fünf ist es dann aber auch Zeit für den eigenen Namen.
  • Auswärts nächtigen: Bei dem besten Kindergartenfreund schlafen. Mit drei kann man das fremde Bett noch beängstigend finden, mit fünf furchtbar aufregend. Aber nur mit dem Lieblingskuscheltier und
    Eltern-Notrufnummer in der Tasche.
  • Rechnen: Das Wichtigste vorweg – Mathe ist kinderleicht. Und es gibt jede Menge Spiele, die Vorstellungsvermögen und logisches Denken schulen, auch schon im Kindergarten.
  • Wissensdurst stillen: Wo ist der Autoschlüssel? Und die grüne Tasche? Fragen Sie einfach Ihr Kind, denn ab drei Jahren läuft das Kurzzeitgedächtnis auf Hochtouren. Und im nächsten Jahr kommt das Langzeitgedächtnis auch dazu. Zudem erkennen Kinder, dass alle Menschen etwas anderes denken, das verarbeiten sie in Rollenspielen, in denen meist sie den Ton angeben. Und auch das Hinterfragen von allem und jedem beginnt. Jetzt helfen nur ehrliche Antworten – einzige Ausnahmen: Osterhase, Nikolaus und Christkind. Aber ihre Existenz wird eher selten hinterfragt.
  • Schimpfworte benutzen: Du doof. Ist noch harmlos – auch aus dem Mund eines Dreikäsehochs –, aber Oma ist entsetzt, Papa seufzt und Mama verdreht die Augen. Wenn alle auf die Provokation reagieren, können Sie sicher sein: Es wird noch schlimmer.
  • Erste Verkehrsregeln behalten: Bei Rot stehen, links und rechts schauen, an der Bordsteinkante warten – zwischen drei und vier Jahren kein Problem. Die ersten Wege alleine aber bitte erst zwischen fünf und sechs Jahren.
  • Feinmotorik: Schere halten und Schleife binden will gelernt sein. Dazu braucht man eine gute Auge-Hand-Koordination. Das braucht Zeit, aber bis zur Schule haben alle den Dreh raus. Dies lernt man beim Basteln, Kneten, Ausschneiden oder Puzzeln, genauso wie das Stillsitzen und das Sich-selbst ­Beschäftigen.
Sport mit Kind
Fit zu dritt

Sie haben das Bedürfnis, endlich mal wieder Sport zu treiben. Aber wie bloß mit Kind? Eigentlich nicht schwer, man muss sich nur ein bisschen organisieren.

Am besten ist es, das Kind mit einzubeziehen. So brauchen Sie keinen Babysitter und Ihr Nachwuchs (-sportler) hat selbst Spaß.

 

 

Hier einige Tipps

  • Wandern oder schnelles Gehen mit Tragetuch ist gut für Kraft und Kreislauf.
  • Joggen mit Kinderwagen ist genauso möglich wie ohne. Gut asphaltierte Wege benutzen!
  • Im Park knüpft man am leichtesten Kontakte, wenn man einen Hund oder ein Kind dabei hat. Vielleicht treffen Sie sich bald regelmäßig zum Joggen mit gleichgesinnten Eltern.
  • Ab einem Alter von acht Monaten kann Ihr Kind in einem Fahrradsitz oder -anhänger sitzen. Sie werden sehen, wie fit Sie bald in den Beinen sind.
  • Beim Sport zu Hause mit Stepper, Laufband, Spinningrad oder Fitness-DVD haben Sie Ihr Kind immer im Blick.
  • Beziehen Sie Ihr Kind in Ihre Fitnessübungen ein. Zum Beispiel Bauchmuskeln trainieren, während Ihr Baby auf Ihren Oberschenkeln liegt. Das Baby sollte dafür aber mindestens acht Wochen alt sein. Für gemeinsame Übungen mit Baby gibt es Literatur und DVDs.
  • Schwimmen – der Klassiker für jedes Alter. Kurse werden in fast allen Schwimmbädern angeboten. Für Kinder ab einem Jahr gibt es Wassergewöhnungskurse, ab drei bis vier Jahren können dann richtige Schwimmkurse besucht werden.
  • Ab zwei Jahren bietet sich das Eltern-Kind-Turnen an. Spielerisch tun, was Spaß macht: Rennen, Klettern, Springen, Herumkugeln. Infos bei Ihrem Sport- /Turnverein in der Nähe oder bei der deutschen Turnjugend.
  • Tanz der Zwerge: Kinder lieben Musik und bewegen sich ganz von selbst zu Klängen und Rhythmen. Infos über Kindertanzen bei örtlichen Tanzschulen, beim Deutschen Tanzlehrerverband oder in Turn- und Sportvereinen.
Die Kinderkrankheiten
Krank, aber wie krank?

Mittelohrentzündung, Windpocken oder Röteln … Krankheiten gibt es viele. Wie Sie die wichtigsten Erkrankungen erkennen und dem kleinen Patienten am besten helfen können, erfahren Sie hier.

Röteln

Anzeichen: Die Vorboten sind leichtes Fieber, Kopfschmerzen und Erkältungssymptome. Zudem schwellen besonders die Lymphknoten im Halsbereich an. Eine Bindehautentzündung kann zudem die Erkrankung begleiten. Nach der Inkubationszeit von 14 bis 21 Tagen tritt ein mittelgroßer Hautausschlag auf, der aber schnell wieder verschwindet.

Ansteckungsgefahr: Röteln werden durch einen Virus verursacht und mittels Tröpfcheninfektion übertragen – eine Woche vor und nach der Ansteckung. Eine Schutzimpfung wird empfohlen.

Hilfe: Fiebersenkende Medikamente (Säfte/Zäpfchen) oder Wadenwickel und viel trinken.

Masern

Anzeichen: Das Kind klagt, und zwar über Kopfschmerzen und Müdigkeit. Schnupfen und bellender Husten sowie weißliche Beläge der Wangenschleimhäute treten auf. Ab dem zweiten Tag steigt das Fieber, das zwei Tage später seinen zweiten Höhepunkt erreicht. Gleichzeitig tritt ein großflächiger Hautausschlag mit später feiner Schuppung auf.

Ansteckungsgefahr: Wie die Röteln sind Masern hochansteckend, besonders unmittelbar bevor die Hautrötung eintritt. Übertragen werden sie durch Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Küssen. Die Inkubationszeit beträgt 14 Tage. Schutz bietet nur eine Impfung, die dringend ab dem 12. Lebensmonat von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird.

Hilfe: Stoppen kann man die Krankheit nicht. Bettruhe, fiebersenkende Mittel und kühlende Wadenwickel lindern die Symptome.

Windpocken

Anzeichen: Mattigkeit, Kopfweh, Fieber und schon bald tritt juckender Hautausschlag mit wasserklaren Bläschen, auch „Sternenhimmel” genannt, auf.

Ansteckungsgefahr: Hochansteckend durch Tröpfcheninfektion und auch über einige Meter in der Luft übertragbar. Besonders vom ersten bis zweiten Tag vor und mindestens fünf Tage nach Ausbruch der Krankheit. Die Inkubationszeit liegt bei sieben bis 21 Tagen. Seit 2004 wird eine Impfung empfohlen.

Hilfe: Lotionen wie Zinkoxid, die das Eintrocknen des Ausschlags beschleunigen. Gegen den Juckreiz helfen Antihistamine oder Tinkturen aus Eichenrindenextrakt. Ferner helfen Handschuhe gegen das Kratzen und verhindern somit unschöne Narbenbildung.

Scharlach

Anzeichen: Stürmischer Beginn mit starken Schluckbeschwerden und hohem Fieber und Erbrechen, Rachen und Gaumen sind entzündet. Die Zunge ist anfangs mit einem weißen Belag versehen, der sich dann als Himbeerzunge rot färbt. Der stecknadelkopfgroße Hautausschlag ist blassrosa, flüchtig oder bleibt ganz aus. Nach zwei bis vier Wochen schuppen sich Hand- und Fußflächen.

Ansteckungsgefahr: Scharlach wird über Bakterien, die Streptokokken der Gruppe A, übertragen. Auch hier über die Tröpfcheninfektion, die bis einen Tag nach Beginn der antibiotischen Therapie wirksam sein kann. Inkubationszeit: zwei bis sieben Tage. Eine Impfung gegen Scharlach gibt es leider nicht.

Hilfe: Zehn Tage antibiotische Behandlung, im Regelfall mit Penicillin und Bettruhe. Dies ist besonders wichtig, da das Risiko lebensgefährlicher Komplikationen besteht. Und wie immer: Viel trinken und lutschen.

Mittelohrentzündung

Anzeichen: Ihr Kind greift sich oft ans Ohr und klagt über Schmerzen. Es schreit, wenn Sie es hinlegen. Oder aus seinem Ohr läuft Flüssigkeit.

Achtung: Steht das Ohr ab oder ist die Falte hinter dem Ohr gerötet, sofort zum Arzt gehen.

Hilfe: Zwiebelwickel beruhigen die Schleimhäute, dämpfen den Schmerz und hemmen die Entzündung.

Fieber

Anzeichen: Die Körpertemperatur steigt auf über 38 Grad an. Liegt sie zwischen 37,5 und 38 Grad nennt man es „erhöhte Temperatur”. Am sichersten misst man die Temperatur im Po.

Hilfe: Viel trinken. Fiebersenkend wirken Holunderblüten- und Lindenblütentee. Bei Appetit eine leicht gesalzene Brühe oder Nudelsuppe, für Naschkatzen Grießbrei oder Milchreis reichen. Auch hier helfen Wadenwickel. Fiebersenkende Mittel bitte nie länger als drei Tage ohne Rücksprache mit dem Arzt verabreichen.

Neurodermitis

Anzeichen: Die Hauterkrankung tritt häufig schon ab dem ersten Lebensjahr auf. Raue,
trockene und schuppige Stellen, die sich röten, jucken und so schnell nicht verschwinden. Auf der trockenen Haut bilden sich weißliche Schuppen.

Hilfe: Die betroffenen Kinder brauchen viel Zeit, Geduld und Zuwendung. Tägliche Hautpflege und weiche, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle vermindern die Leiden. Die ärztliche Therapie sollte schnell begonnen werden.

Läuse

Was krabbelt denn da? Es juckt im Nacken, hinter den Ohren und am Hinterkopf und an den Haaren kleben weiß glänzende Nissen, die Eier der Läuse. Die Ansteckungsgefahr ist immens. Die kleinen Biester werden gerne im Kindergarten durch direkten Körperkontakt oder bei gemeinschaftlich benutzten Dingen übertragen. Eine Laus kann dabei bis zu 40 Tage alt werden und 300 Eier legen.

Hilfe: erst mal ein Lausmittel vom Kinderarzt und Lausshampoo für die ganze Familie. Mit dem Lauskamm entfernt man die Nissen. Wichtig: Bettzeug, Kämme, Spielzeug müssen auch entlaust werden! Aber wie?

  • Handtücher und Kopfkissen auskochen
  • Die Wäsche mit 60 Grad waschen
  • Wenn das nicht geht, in Plastik verpacken und drei bis vier Wochen aushungern; oder im Gefrierfach zwei Tage einem Kälteschock aussetzen
  • Kämme, Bürsten und Haarschmuck auskochen
  • Autositze und Polstermöbel mit einem Antiläuse-Spray desinfizieren
  • Teppichböden und Polstermöbel gründlich von Haaren befreien
  • Plüschtiere und Spielzeug mit Antiläusespray desinfizieren oder in eine 80 Grad heiße Sauna lagen; man kann sie auch eine halbe Stunde lang mit einem Föhn auf äußerster Heizstufe entlausen

Auskünfte über das Verhalten bei Läusebefall gibt es bei niedergelassenen Ärzten, bei Schulärzten und bei allen Gesundheitsbehörden oder hier.

ADHS

Anzeichen: Das Kind ist unaufmerksam, zappelig und impulsiv. Dies könnte auf ADHS hinweisen, wobei man keine voreiligen Schlüsse ziehen sollte, denn Kinder sind nun mal sehr aktiv. Das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom ist eigentlich eine Störung der Schaltprozesse im Stirnhirn. Das Kind kann nicht entscheiden, was wichtig und was unwichtig ist.

Hilfe: Das Leben ein wenig entschleunigen und unbedingt mit dem Arzt sprechen!

Pro und contra Stillen
Brust oder Flasche

Zu diesem Thema gibt es viele unterschiedliche Meinungen und zu welcher man selbst kommt, hängt von eigenen Gewohnheiten und Lebensumständen ab.

Und wie so vieles im Leben: Weder das eine noch das andere ist falsch oder richtig. Wir geben Ihnen hier einige Anregungen, um für sich selbst eine Entscheidung zu treffen:




Pro Stillen

  • Muttermilch ist für den Säugling gut verdaulich. Er hat weniger mit Magen-Darm-Störungen zu kämpfen.
  • Stillen sorgt für eine sehr innige Beziehung zwischen Mutter und Kind.
  • Dauert die Stillzeit mindestens sechs Monate an, sinkt das Risiko für spätere Allergien.
  • Antikörper der Mutter werden vom Kind aufgenommen und schützen es vor verschiedenen Krankheiten.
  • Sie sparen das Geld für Fertignahrung, Flaschen und Sauger – immerhin etwa 800 Euro im Jahr.
  • Sie sparen auch Zeit, denn die Nahrung ist jederzeit fertig zubereitet. Zudem haben Sie sie immer dabei.
  • Es ist keine Überfütterung möglich.
  • Stillende Frauen sind schneller wieder auf ihrem Normalgewicht.

Pro Fläschchen

  • Auch der Mann kann sich an der Ernährung des Nachwuchses beteiligen.
  • Das Kind nimmt oft schneller zu.
  • Sie können leicht kontrollieren, wie viel Ihr Kind trinkt.
  • Die Mutter kann eine Diät machen.
  • Die Brüste nässen nicht unter der Kleidung.
  • Entzündungen und Schmerzen entfallen.
  • Für berufstätige Frauen ist Stillen oft zu kompliziert.

Ein Kompromiss ist sicherlich das Abpumpen und Tiefkühlen. Das schafft Unabhängigkeit und auch der Partner ist bei der Ernährung mit der Muttermilch involviert.

Aber welcher ist der richtige?
Der Kinderarzt ist wichtig

Irgendwann muss jedes Kind mal zum Arzt. Untersuchungen, Impfungen und dann die Kinderkrankheiten und kleinen Wehwehchen ... Und weil kein Kind gerne zum Arzt geht, sollte man diesen mit Bedacht und so gewissenhaft wie möglich auswählen, um den Praxisbesuch so wenig unangenehm wie möglich zu machen.

Das Wichtigste bei der Auswahl des Kinderarztes Ihres Vertrauens: Hören Sie auf andere! Eltern, die bereits hinreichende Erfahrungen gemacht haben, können Ihnen zuverlässig sagen, ob der Mediziner gut ist oder nicht. Auch die Nähe der Praxis spielt eine Rolle. Oft machen unangenehme Beschwerden den Arztbesuch nötig. Gut, wenn dann der Weg nicht so weit ist.

Achten Sie darauf, dass der Kinderarzt auch Hausbesuche macht und im Notfall am Wochenende verfügbar ist. Und last, but not least: Ihrem Kind sollte der Onkel Doktor sympathisch sein, denn unter Umständen begleitet er es bis in die Pubertät.

Das Familienleben
Harmonisch chaotisch

In der Familie treffen vollkommen unterschiedliche Interessen aufeinander. Eltern machen sich Sorgen um ihre Kinder und wollen nur das Beste für sie. Kinder wollen selbstständig sein, wollen spielen, spät ins Bett und sich schon gar nichts von den Eltern sagen lassen. Dieses komplizierte System unter einen Hut zu bringen, sodass alle sich wohlfühlen, ist fast unmöglich.

Es gibt aber einige Prinzipien, die helfen, die gröbsten Konflikte zu vermeiden. Eltern sollten dabei wissen, dass es keinen Sinn macht, Kindern zu erklären, wie sie sich verhalten sollen, um Harmonie in der Familie zu fördern.

Es geht darum, clever und sanft zu steuern, Kindern ihre Vorteile klarzumachen, statt ihnen Konsequenzen anzudrohen. Geben Sie den Vorsatz auf, dass es im Haushalt perfekt zugeht. Das geht nicht mit Familie. Immer wird etwas herumliegen, schmuddelig sein oder ganz einfach verschwinden. Gönnen Sie sich Gelassenheit, verpflichten Sie sich und Ihre Familie nicht ständig zu irgendetwas. Unerfüllte Ansprüche machen unzufrieden und darin steckt schon das Wort „Unfriede“.

Versuchen Sie vor allem, Ihren Ehrgeiz neben der Familie auch noch auf etwas anderes zu fokussieren. Eine kleine Fluchtmöglichkeit, ein Ventil: Freunde, Musik, Sport ... Und was Sie sich gönnen, sollten Sie auch dem Partner zugestehen. Wichtig ist in der Familie vor allem eine Balance aus festen Strukturen und variablen Lösungen. Legen Sie feste Zeiten für Essen, Zähneputzen, Schlafengehen, Hausarbeit oder Entspannung fest. Natürlich nicht zu viel, denn das engt ein. Es schafft aber eine gewisse Grundlage, um die bei jedem Familienmitglied gewisse Dinge kreisen.

Sorgen Sie darüber hinaus dafür, dass Abwechslung in gemeinsamen Planungen herrscht, aber auch für jeden selbst. Also immer mal wieder einen außergewöhnlichen Ausflug mit der Familie machen und außerdem die Geburtstagsparty der besten Freundin unbedingt rot im Kalender anstreichen. Nutzen Sie die Zeit, in der die Kinder im Bett sind, um mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin über Ihre Familie und Dinge zu sprechen, die in Anwesenheit der Kinder nicht so einfach zu diskutieren sind. Über Erziehung, Probleme, über Schönes und über den nächsten gemeinsamen Urlaub.

Leben Sie Ihr Familienleben nicht einfach, sondern be- und verarbeiten Sie es! Und seien Sie tolerant. Gegenüber sich und Ihren Lieben. Sie werden sehen, der Rest kommt von alleine.

Plötzlich ist da noch jemand!
Teile mit Weile

Auf einmal ist man nicht mehr allein. Ist plötzlich ein Geschwisterchen im Haus, wird es für das erstgeborene Kind schwer. Alle Aufmerksamkeit, die vorher ihm gegolten hat, liegt nun auf dem Baby. Viele Kinder verfallen wieder in Verhaltensmuster, die eigentlich schon lange hinter ihnen liegen.

Bereiten Sie Ihr Kind frühzeitig auf sein Geschwisterchen vor. Lassen Sie es teilhaben an der Schwangerschaft und machen Sie ihm seine neue Rolle klar. Geben Sie ihm Verantwortung („Du musst dann gut auf unser neues Baby aufpassen!“). Erzählen Sie Ihrem Kind, wie es war, als es selbst im Mutterbauch war. Es soll die Möglichkeit haben, zu vergleichen und den Bruder oder die Schwester als gleichwertiges Familienmitglied zu begreifen.

Im späteren Zusammenleben wird es immer wieder Konflikte geben. Oft versuchen Kinder, ein Elternteil auf ihre Seite zu ziehen, um so einen starken Mitstreiter zu gewinnen. Versuchen Sie, dieses Vertrauen zu nutzen, um Streit zu schlichten statt zu vertiefen. Eifersucht könnte beim älteren Kind entstehen, weil das jüngere zu sehr verhätschelt wird.

Von späteren Streitsituationen werden die Kinder profitieren, denn sie lernen dabei auch, sich wieder zu vertragen, erfahren Diplomatie und soziales Verhalten. Wenn es gelingt, dass Kinder in ihren Rollen voneinander profitieren, sind beste Voraussetzungen gegeben, dass sie ihr ganzes Leben lang eine tiefe Zuneigung füreinander empfinden.

Schnullern – aber richtig
Nuckeln erwünscht

Immer wieder werden Diskussionen laut, ob der Schnuller ein geeignetes Mittel ist, das Baby zu beschäftigen. Das angeborene Saugbedürfnis wird dadurch von der Mutterbrust abgelenkt und diese produziert deshalb nicht mehr genügend Milch. Auch wird häufig argumentiert, dass der Säugling dadurch „künstlich“ ruhig gestellt und so in seiner Aktivität und Bewegung gehemmt wird, die für eine gesunde Entwicklung notwendig sind. Und letztlich ist ein Schnuller hygienisch bedenklich, da sich Keime und Pilze leicht bilden können. Ein Daumen jedenfalls fällt nicht auf den Boden und wird schmutzig.

Für das Schnullern sprechen wiederum ebenfalls plausible Argumente: Fehlt der Schnuller, lutscht das Kind am Daumen. Die Entwöhnung ist wesentlich schwieriger. Ein Gumminuckel soll, laut verschiedener Studien, wirkungsvoll gegen den „Plötzlichen Kindstod“ sein, wenn er dem flach auf dem Rücken liegenden Baby zum Einschlafen gegeben wird. Der Daumen kann zudem Kieferverformungen fördern, was mit speziell geformten Schnullern nicht passieren kann.

Die Wahrheit liegt wie so oft vielleicht in der Mitte: Schnuller sollten dosiert eingesetzt werden. Wenn das Baby eingeschlafen ist, sollte er vorsichtig herausgenommen werden und oft reicht zur Beruhigung auch einfach ein bisschen Körperkontakt oder das kurze Lutschen am Finger der Mutter. Schnuller sollten nicht sofort, sondern erst nach etwa vier bis sechs Wochen voll zum Einsatz kommen und spätestens nach zwei Jahren abgesetzt werden.

Schlafen lernen
Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu

Es gibt kaum Eltern, die in den ersten Monaten nicht mit Ringen unter den Augen herumlaufen. Der Grund: Das Baby schläft nachts nicht durch und schreit. Das ist völlig normal, denn es muss erst mal seinen Rhythmus finden. Und der ist nicht immer gleich derselbe wie der seiner Eltern. Viel Nähe, Liebe und abendliche Einschlafrituale begünstigen den Gewöhnungsprozess.

 

 

Hier einige Tipps, wie Sie Ihrem Baby sanft in Abrahams Schoß helfen können

  • Viele Babys schlafen nicht, weil sie übermüdet sind. Hört sich seltsam an, ist aber so. Es bringt also nichts, das Kind nachmittags lange wach zu halten, damit es am Abend dann schnell schläft. Babys wollen nach etwa 1,5 Stunden Wachsein wieder schlafen. Sorgen Sie dafür, dass es dazu Gelegenheit hat.
  • Legen Sie das Baby wach ins Bett und verabschieden Sie es zärtlich. Arbeiten Sie darauf hin, dass es Sie immer weniger braucht. Gehen Sie aus dem Raum, bevor es eingeschlafen ist, denn wenn Sie sein Händchen halten, bis es schlummert, wird es sich schwer tun, alleine einzuschlafen, wenn es wieder wach wird. Und das passiert bis zu zehn Mal pro Nacht.
  • Verdunkeln Sie den Kinderwagen, wenn das Kind müde wird. Babys sind neugierig und erkunden ihre Welt ständig. Ist es da draußen zu unruhig, wollen sie einfach nicht schlafen.
  • Nacht bleibt Nacht: Wacht das Baby auf, machen Sie kein Licht und lassen Sie es im Bettchen liegen. Es beruhigt sich meist nach kurzem Quengeln wieder von selbst.

Unser Buchtipp

Jedes Kind kann schlafen lernen – gebundene Ausgabe
ISBN: 3980449300
Autoren: Annette Kast-Zahn, Hartmut Morgenroth
Edition: 12. Auflage
Erscheinungstermin: 01.12.2001
Seitenanzahl: 157 Seiten

Freizeittipps für Mütter
Einfach mal kinderlos

Entspannung – alles eine Frage der richtigen Organisation. Hier haben wir einige Tipps für Sie gesammelt, wie Sie im stressigen Familienleben mehr Raum und Ruhe für sich finden.

  • Gut geplant: Haushalt, Kinder, Chaos. Um alles zu bändigen, nutzen Sie einfach einen Kalender. Der hilft Ihnen nicht nur, Termine einzuhalten und besser zu planen, sondern auch Freizeitinseln zu finden. Ansonsten gilt: Wissen, was wirklich wichtig ist. Glückliches Kind oder saubere Fenster?
  • Entschleunigt immens: Aufgaben verteilen. Ob mit Partner – oder später auch mit Kindern: Mit klaren Absprachen kann jeder einen Teil des Haushaltes übernehmen.
  • Gibt Kraft: Kinderbetreuung, wenn Sie entspannen. Viele Fitnessstudios, Saunen oder Einkaufscenter bieten eine gute und professionelle Kinderbetreuung an.
  • Wichtige Termine: die Verabredungen mit sich selbst. Und die bitte im Kalender eintragen und einhalten. Übertriebenes Pflichtbewusstsein führt irgendwann zu Stress. Und der ist schlimmer als eine nicht immer ganz so blitzblanke Küche.
  • Spaß für alle: ein Ausflug. Suchen Sie dabei Ziele aus, die Ihnen auch etwas bieten, wie ein kleines Café oder eine Bank am Abenteuerspielplatz nach einem Zoobesuch. Auch gut: Kombinieren Sie einfach zwei Familienausflüge. So können Sie zwischendurch mit Ihren Freunden reden, während die Kinder spielen, springen und Spaß haben.
  • Auf Spannung folgt Entspannung: Sorgen Sie auch während eines turbulenten Kindergeburtstages zwischendurch für kleine Verschnaufpausen. Denn so bleiben Sie entspannt und haben selbst Ihre Freude an der Schnitzeljagd. Kleine Ruhephasen geben mentale Stärke, die Sie überall im Alltag gebrauchen können.
  • Tut gut: Machen Sie sich selbst kleine Freuden. Wenn Sie kochen, dann hören Sie einfach Ihre Lieblingsmusik. Statt der abendlichen Putzaktion drücken Sie einfach beide Augen zu und legen zwei Gurkenscheiben darauf. Kleine Dinge, die im Alltag Kraft geben.

Kindergarten – ein Paradies für die Kleinen – und für ihre Mütter. Einfach mal wieder Zeit für sich haben. Unvorstellbar wertvoll und wichtig. Doch was macht man nun mit der gewonnenen Freizeit? Hier ein paar Tipps von uns:

  • Regelmäßig ein Frühstück mit der besten Freundin – immer in einem neuen Café.
  • Kind im Kindergarten, Mutter im Haushaltsfieber – aber nur mit anschließend 20 Minuten Yoga oder Pilates.
  • Wenn das Kind schläft, selbst schlafen oder zu einem guten Buch greifen statt zum Wischmob.
  • Die Lieblingszeitung schnappen und einen ruhigen Ort zum Lesen finden.
  • Einmal durchschnaufen, dann raus an die frische Luft.
  • Zum Telefonhörer greifen und plaudern – über Gott und die Welt und mit Menschen, die man schon seit Ewigkeiten anrufen wollte.
  • Sport und Sauna mit einer Freundin – herrlich entspannend.
  • Körperpflege und sich ein bisschen verwöhnen lassen – egal ob bei der Pediküre, Maniküre oder jeder anderen Wellness-Anwendung.
  • So einfach wie effektiv: Shoppen gehen. Danach fühlt „frau“ sich toll und sieht besser aus.
  • Neues Hobby, neues Projekt, neuer Teilzeitjob oder doch ein Studium? Mit ein wenig Zeit lassen sich alle Träume realisieren.
  • Einmal im Monat verliebtes Paar sein und gemeinsam ausgehen: ins Kino, Theater, Restaurant oder an der Bar einfach mal wieder turteln – Oma passt auf.
  • Einmal im Jahr raus: Schmieden Sie mit Ihrem Partner oder der besten Freundin einen Plan und machen etwas ganz Besonderes. Karneval, Kanu, Kegeln oder Kite-Surfen – alles, was Spaß macht.

Und damit Sie Ihren Plan auch einhalten, tragen Sie sich Ihre Aktivitäten unbedingt in den Kalender ein. So können Sie Ihre Auszeit vom Alltag gar nicht übersehen.

Spielend gesund werden
Krank, aber glücklich

Draußen alles grau in grau und drinnen herrscht auch trübe Stimmung, weil das Kind krank und vor allem ansteckend ist. Damit das Leben an solchen Tagen ein wenig bunter wird, haben wir hier eine „Erste Hilfe“ für Sie: den Schlaubären zum Ausmalen.

Was Sie sonst noch tun können, um Ihr Kind auf gesunde Gedanken zu bringen, erfahren Sie hier.

 

Krank, aber glücklich

  • Kinder brauchen Nähe und freuen sich, wenn ihre Eltern Zeit für sie haben – vor allem, wenn die Freunde gerade nicht zu Besuch kommen dürfen. Also ran an das Quartett, die Puppen oder die Autos. Wichtig: Toben und schwierige Spiele auf andere Tage verschieben!
  • Lesen und die Welt ist wieder in Ordnung. Denn mit einem spannenden Buch vergeht die Zeit wie im Fluge. Aber auch das Vorlesen einer lustigen Abenteuergeschichte bringt Kinderaugen wieder zum Strahlen.
  • Kind krank, Fernseher an? Kommt auf die Krankheit an, denn auch Fernsehen strengt an. Also vermeiden Sie die Reizüberflutung. Gilt im Übrigen auch für das Spielen am Computer.
  • Ihr Kind muss das Bett hüten? Und das Rumliegen ist einfach nur langweilig. Da sind Hörspiele und Bücher gefragt. Sie entführen Ihr Kind in andere Welten, schicken es auf Abenteuerreisen oder sorgen neben dem Kopfkino einfach auch dafür, dass Ihr Kind schnell wieder einschläft.
  • Ihr Kind vermisst seine Freunde? Dann schnell ans Telefon und die Quasselstrippen losplappern lassen.
  • Ihr Kind ist auf dem Weg der Besserung? Dann darf es auch schon wieder ein wenig mehr. Vielleicht bauen Sie zusammen eine Höhle, in der man sich nach dem Bau prima einkuscheln und entspannen kann. Aber auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft kann zum Besserfühlen beitragen.
Die Einschulung
Der Ernst des Lebens

Keine Angst! Jedes Kind muss die Schulbank drücken – die Schulpflicht ruft. War es früher so, dass diese pauschal nach Vollendung des sechsten Lebensjahres begann, wird der Stichtag nun schrittweise vom 30. Juni bis zum Schuljahr 2014/2015 auf den 31. Dezember verlegt. Infos zu Stichtagen erhalten Sie zum Beispiel auf der Homepage des Schulministeriums NRW.

Bevor es jedoch so weit ist, sind Sie als Eltern gefragt. Bereiten Sie Ihr Kind vor und sprechen Sie mit ihm über die Dinge, die sich in der nächsten Zeit verändern: der Schulweg, neue Freunde, Verantwortung ...

Schulen bieten Informationsveranstaltungen an, die Sie nutzen sollten. Denn schließlich handelt es sich um das wahrscheinlich aufregendste Erlebnis Ihres Sprösslings bisher. Hier erfahren Sie beispielsweise, welche Materialien Sie besorgen sollten, damit der Start in den Ernst des Lebens auch gelingt. Nicht nur wenn beide Elternteile berufstätig sind, können Sie die Möglichkeit des Besuchs einer Ganztagsschule in Betracht ziehen. Denn auch hinsichtlich Lernqualität, der frühen individuellen Förderung von Begabungen und der Schulung sozialer Kompetenzen können Ganztagsschulen deutliche Vorteile bieten.

Am eigentlichen Tag der Einschulung findet meist eine kleine Feier in der Schule statt. Hier sollte die Familie dem I-Dötzchen ABC-Schützenhilfe geben. Nun geht’s in den Klassenraum – zum ersten Mal getrennt von den Eltern. Echtes Schul-Feeling kommt auf. Danach gibt’s die berühmte Schultüte. Achten Sie darauf, dass diese nicht dem klassischen Bild – gefüllt mit jeder Menge Süßigkeiten – entspricht. Stecken Sie stattdessen Dinge hinein, die nicht so ungesund sind und über die sich Ihr Erstklässler auch noch länger freuen kann: schöne Stifte, ein lustiges Radiergummi, ein Mäppchen mit den Lieblingscomicfiguren, Reflektoren für die Jacke oder auch die erste Armbanduhr, denn nun muss das Kind ja immer pünktlich sein und es schadet nichts, Eigenverantwortung zu fördern.

Ab jetzt wird gelernt und gearbeitet. Ein eigener Tisch sollte zu Hause bereitstehen und auch ein Ranzen muss her. Für Kinder etwas ganz Besonderes, denn er ist sozusagen eines der ersten Statussymbole. Machen Sie Ihrem ABC-Schützen klar, dass es weniger aufs Aussehen als auf Funktionalität und Ergonomie ankommt. Rückengerechte Konzepte und der Verzicht auf überflüssigen Ballast beugen späteren Problemen vor und machen es Ihrem Kind im wahrsten Sinne des Wortes leicht. Eine „echt coole“ und gesunde Alternative: der Trolley-Tornister. Denn was beim Reisen angenehm ist, gilt auch für den Schulweg. Dabei wird der Ranzen statt auf dem Rücken mithilfe ausziehbarer Griffe auf Rollen gezogen.

Wie auch immer Sie sich entscheiden – lassen Sie Ihr Kind mit aussuchen. Umso mehr freut es sich auf den Tag, an dem es seinen Tornister einweihen darf.

Bereiten Sie Ihren ABC-Schützen sorgsam auf den Schulweg vor! Gehen Sie die Strecke mehrmals mit dem Kind ab und weisen Sie auf Stellen hin, an denen besondere Aufmerksamkeit gefordert ist. Eine gute Gelegenheit, um noch mal Verkehrstraining durchzuführen. Organisieren Sie, wenn möglich, den Schulweg mit anderen Eltern zusammen. Es ist schön fürs Kind und beruhigend für Sie, wenn der Erstklässler einen Teil des Weges zusammen mit seinen Mitschülern gehen kann. Nach kurzer Zeit wird sich Routine einstellen und die Nervosität ist dann meist nur noch bei den besorgten Eltern zu erkennen.

Das Schulkind

Der Schulweg
Sicher hin und zurück

Auch wenn Sie eine Nachteule zu Hause haben, zehn Stunden Schlaf braucht so ein Schulkind, um durch den Tag zu kommen. Und der beginnt am besten ohne Hektik: Also rechtzeitig aufstehen, in Ruhe frühstücken und pünktlich zur Schule kommen.

Wichtig auf dem Schulweg ist natürlich „Sehen und gesehen werden“ – mithilfe von Reflektoren kein Problem. So wird Ihr Kind von allen Verkehrsteilnehmern vor allem in den Herbst- und Wintermonaten gut erkannt. Reflektoren gibt es in verschiedenen Motiven, da bleibt auch der Spaß nicht auf der Strecke! Achten Sie aber darauf, dass Ihr Kind bei jedem Wind und Wetter die passende Kleidung trägt, die schützt es vor Erkältungen!

Üben Sie den Schulweg gemeinsam, egal ob Ihr Kind zu Fuß geht oder mit Bus oder Bahn zur Schule kommt. Eselsbrücken für die markanten Punkte und Haltestellen sorgen für Selbstvertrauen und ein sicheres Gefühl.

Die Hausaufgaben
Immer mit der Ruhe

Schule ist Schwerstarbeit. Gönnen Sie Ihren Kindern deshalb nach der Schule eine halbe Stunde Erholung, aber sorgen Sie auch dafür, dass die Hausaufgaben nicht bis zum Abend liegen bleiben.

Dabei ganz wichtig: Selbst Erstklässler, die als Kindergartenkinder immer sagten: „Ich kann alles allein”, brauchen nach der Einschulung wieder Unterstützung. Kein Wunder, schließlich werden sie zum ersten Mal von jemandem beurteilt, der nicht zur Familie gehört.

Und Richtigmachen ist jetzt gerade besonders angesagt. Also nehmen Sie sich Zeit und lösen Sie die Hausaufgaben mit Ihrem Kind gemeinsam, denn auch Eltern lernen nie aus. 

Die Berufswahl
Von entscheidender Bedeutung

Die Schule ist vorbei – was nun? Ausbildung, Studium oder erst mal ins Ausland? Da müssen vorab ein paar grundsätzliche Fragen geklärt werden. Was kann Ihr Kind am besten? Wo will es später einmal hin? Oder hat es noch gar keine Idee, was es einmal werden will? Nicht schlimm, denn egal für welchen Weg sich Ihr Sprössling entscheidet, wir stehen ihm gerne mit unseren Erfahrungen und Leistungen zur Seite.

Was will Ihr Kind eigentlich werden? Bevor es sich zwischen Ausbildung oder Studium entscheidet, sollte es sich einige grundlegende Fragen stellen, um festzustellen, welches Jobbild am besten zu ihm passt. Was war das beste Schulfach? Was macht am meisten Spaß? Ehrlich beantwortet wird das meist verschwommene oder noch gar nicht vorhandene Jobbild klar und deutlich. Fragen, die die Kompetenzen Ihres Kindes ans Licht bringen, finden Sie auf unserer Internetseite für junge Leute.

Der Schulranzen
Alles drin und dran

Gut aussehen, darauf kommt es bei den „Schulranzenschleppern“ an. Aber Sticker und tolle Motive sorgen noch lange nicht für angenehmen Tragekomfort. Da sind Sie gefragt: Passt alles rein? Gibt es Rückenpolster? Sind die Gurte verstellbar und schneiden sie nicht ein? Kann man den Schlüssel irgendwo sicher verstauen? Wie viel Kilo darf mein Kind tragen und wie schwer ist der Ranzen schon? Ja, auch der Kauf des Ranzens ist eine Studie für sich.

Genauso wie das tägliche Packen. Denn nur die notwendigen Unterrichtsutensilien sollten eingesteckt werden, sonst wird Ihr Sprössling leicht zum Packesel und das kann zu dauerhaften Rückenbeschwerden führen. Tipp: Fragen Sie die Lehrer, ob Bücher und Hefte im Klassenraum deponiert werden können, das spart schnell das ein oder andere Kilo! Auch gut zu wissen: 10 % des Kindergewichts sollten höchstens in den Ranzen! So bewahrt Ihr Kind die richtige Haltung.

Gesunde Ernährung
Macht groß und stark

In der Schule wird den Kindern viel abverlangt. Eine gesunde und ausgewogene Kost mit viel Obst und Gemüse hält Ihr Kind fit und hilft ihm, sich zu konzentrieren und den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Aber bitte ohne Druck!

Geben Sie Ihrem Kind abwechslungsreiche Pausenbrote mit Salatblättern und Paprikastreifen als Snack für zwischendurch mit. Oder setzen Sie Ihrem Kind zu Hause einfach mal das ein oder andere Gemüse und Obst mundgerecht vor die Nase. Am besten, wenn noch Freunde zu Besuch sind. Das Zugreifen der anderen hilft meistens mehr als jegliche Diskussion.

Und seien Sie selbst ein Vorbild. Nur wenn Sie Ihrem Kind vorleben, wie gesunde Ernährung aussieht, wird es Ihnen früher oder auch mal später nacheifern. Übrigens: Streichen Sie den Satz „Das ist aber gesund.” einfach aus Ihrem Wortschatz.

Die weiterführende Schule
Zukunftsweisend

Nach der Grundschule stellen sich die ersten Weichen. Und damit die Frage nach dem weiteren Werdegang. Welche weiterführende Schule soll es denn werden?

Es wäre ein bisschen viel verlangt, jetzt schon auf einen bestimmten Beruf hinzuarbeiten, aber Sie als Eltern kennen die Neigungen und Talente Ihres Kindes am besten. Und seine Lehrer sind Ihnen gerne dabei behilflich, zu entscheiden, ob es Richtung Haupt-, Real-, Gesamtschule oder Gymnasium gehen soll.

Und wenn Ihr Kind kreative Begabungen hat, warum dann nicht vielleicht doch eine Waldorfschule? 

Die Pubertät
Eltern werden schwierig

Richtig: Pubertät ist die Zeit, in der Eltern schwierig werden. Oder: Was kann man bei rebellischen Teenagern tun? Nehmen Sie es nicht persönlich, aber ernst. Gehen Sie anstatt an die Decke auf Ihr Kind ein oder an die frische Luft. Zeigen Sie ihm auch Grenzen, ohne ihm alle Freiräume zu nehmen. Ein Drahtseilakt, bei dem man sich fragen kann: Gibt es überhaupt ein Reden, das ohne Türenknallen oder voll aufgedrehte Stereoanlage endet? Ja, und spätestens, wenn die Pubertät vorbei ist.

Die Ausbildung
Im Visier

Der Traumberuf ist gefunden, jetzt wird der passende Ausbildungsplatz gesucht.

Um fit für den Jobstart zu werden, unterstützen wir Sie und Ihr Kind gerne mit Rat und Tat, wie z. B. mit unserer kostenlosen Jobstarter-Broschüre.

Diese können Sie direkt über unsere kostenlose Servicenummer 0800 222 12 11 oder per E-Mail anfordern service(at)bkkvorort.de.

Darin finden Sie

  • Tipps und Tricks zu den Themen Bewerbung,
  • Vorstellungsgespräch und
  • Krankenversicherung. Denn mit dem Einstieg in das Berufsleben, muss sich Ihr Kind auch selbst versichern. Zudem bieten wir auch ein
  • kostenloses Bewerbertraining an, um Ihren Sprössling bestens auf die möglichen Bewerbungsfallen und kniffeligen Einstellungstests vorzubereiten. Einfach auf www.young.bkkvorort.de anmelden. Dort finden Sie neben einem
  • Online-Einstellungstest, einer
  • Muster-Bewerbung, einem
  • Bewerbungskalender jede Menge
  • Checklisten und Nachschlagewerke. So sind Sie und Ihr Kind auch in dieser spannenden Zeit bestens beraten.
Spiel und Sport
Langsam herantasten

Ob ein Kind Lust an Sport und Bewegung hat, hängt sehr davon ab, welche Grundsteine in der frühen Kindheit gelegt wurden. Zunächst können Eltern nicht viel falsch machen, wenn sie ihr Kind in „irgendeinem“ Sportverein in der Nähe anmelden. Am „gesündesten“ sind dabei Sportarten, die das allgemeine Bewegungsmuster und die Gesamtmotorik im Visier haben.

Leichtathletik und Turnen sind gut geeignet, um zunächst einmal festzustellen, wo überhaupt Neigungen und Begabungen liegen. Spielerisch sollte der Nachwuchs dann an „seine“ Sportart herangeführt werden. Dabei gilt: Nicht die Eltern bestimmen, welche Disziplin das Kind ausübt, sondern das Kind tut das. Das „Spezialisieren“ kommt irgendwann von selbst, vielleicht mit 12 bis 14 Jahren. Das könnte auch das Alter sein, in dem man zarte Gedanken an Leistungssport hegen darf. Aber wie gesagt: nur, wenn es das Kind will.  

Das Privatleben der Eltern
Nur für Erwachsene?

Die Familie ist nicht nur eine feste Einheit, sondern auch eine Schnittmenge unterschiedlicher Personen mit unterschiedlichen Interessen. So gibt es beispielsweise unter den Eltern Themen, die für kleine Kinder keine Relevanz haben. Das Sexualleben von Mami und Papi beispielsweise oder die finanzielle Situation der Familie. Zum einen verstehen Kinder oftmals die Belange der Erwachsenen (noch) nicht, zum anderen ist es wichtig, dass jeder sich mit seinen kleinen Geheimnissen ein Stück persönlicher Freiheit erhält. Freiheit, die für ein ausgeglichenes Familienleben unbedingt wichtig ist.

Und noch ein wichtiger Aspekt ist zu bedenken: Kinder können viele Dinge noch nicht einordnen. Sie sollten also gegenüber ihnen nur Themen anschneiden, die Ihr Sprössling auch im Kindergarten ausplaudern kann. Das Liebesleben der Eltern gehört dazu sicher nicht. Mit zunehmender Reife werden Sie ganz automatisch über mehr und mehr Themen mit Ihrem Nachwuchs sprechen. Das sollten Sie auch, denn je offener Sie mit Ihren Kindern umgehen, desto aufgeschlossener und toleranter entwickeln sie sich. Und soziale Kompetenz ist in Schule und Beruf ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Die Schulleistungen
Aus der Note eine Tugend machen

Ganz sicher beobachten Sie die schulischen Leistungen Ihrer Kinder. Wie sollte man damit umgehen, wenn Sohnemann in Mathe ständig Fünfen schreibt? Nehmen Sie auf keinen Fall die Position eines weiteren Gegners ein! Mit der Schule, dem Lehrer oder der Leistung an sich hat Ihr Kind schon genug Stress. Stellen Sie sich hinter seinen Rücken und schieben es nach vorn, anstatt es in eine gewünschte Richtung zu ziehen.

Das soll heißen: Sprechen Sie die Probleme sachte an. Versuchen Sie zu ergründen, woher die schwachen Leistungen kommen. Um die Probleme anzugehen, können Sie ein Gespräch an der Schule vereinbaren. Gehen Sie in den Termin als Anwalt Ihres Kindes, nicht als Verbündeter des Lehrers. Wenn Sie Ihrem Kind das Gefühl geben, mit ihm gemeinsam durch dick und dünn zu gehen, ist die Motivation viel größer, an der Situation etwas zu ändern.

Umgang mit Fernsehen
Schau-lustig

Ein zu früher und zu häufiger Fernsehkonsum hat, da sind sich die Experten einig, einen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Kinder. Der passive TV-Konsum verführt zu körperlicher Trägheit. Weiterhin belegen Studien, dass Personen, die in frühem Kindesalter schon fernsehen, später geringere Lernerfolge haben als Nicht-Gucker.

Ganz verbieten können Sie Ihrem Kind das TV nicht, versuchen Sie daher, Ihrem Kind den „sinnvollen“ Umgang damit beizubringen. So könnte es von Menschen, Orten und Tieren überall auf der Welt erfahren. Wichtig dabei ist vor allem eines: Fernsehen nicht passiv konsumieren! Schauen Sie sich daher gemeinsam ausgewählte Sendungen an und kommentieren Sie, was Sie sehen. Fragen Sie das Kind, ob es verstanden hat, was gerade lief. Kontrollieren Sie, was Ihr Kind schaut und wie lange es vor der Glotze sitzt.

Die Bundesgesundheitszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt dazu, dass Kinder unter drei Jahren gar nicht und Vorschulkinder maximal eine halbe Stunde pro Tag fernsehen sollten. Ist das Kind unter zehn Jahre, ist eine Stunde genug. Ältere Kinder bis 13 Jahren sollten höchstens 90 Minuten (die Länge eines Spielfilms) vor dem TV verbringen.

Wenn Sie Ihrem Kind von Anfang an eine kritische Haltung gegenüber diesem heiklen Medium vorleben, brauchen Sie keine Bedenken zu haben, dass Ihr Kind ein kleiner TV-Junkie wird.

Wir wollen nur spielen!
Am Runden Tisch

Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt im Kreise von Freunden oder der Familie einen Spieleabend gemacht? Und dabei gibt es so tolle Gesellschaftsspiele. Wenn Sie wissen wollen, was sich wirklich lohnt, schauen Sie mal beim LARA Award.

Auf der Seite werden Spiele in vielerlei Kategorien prämiert, wie zum Beispiel die besten Spiele für verschiedene Alterskategorien. Hier können Sie bedenkenlos zugreifen und brauchen Ihren Arzt oder Apotheker nicht über schädliche Nebenwirkungen befragen.

Neben den besten Gesellschaftsspielen wird der LARA Award auch für das Computer- und Videospiel des Jahres vergeben. Wer also lieber gegen den elektronischen Gegner antreten will und ein wirklich pfiffiges Computerspiel sucht, wird hier unter Garantie fündig. 

Die Sucht am Monitor
So nett im Chat

Zweifellos hat sich unsere Welt gewandelt. Suchte man früher Informationen, schlug man das Lexikon auf oder fragte jemanden, der es wissen könnte. Heute wird alles gegoogelt, was man erfahren will. StudiVZ, facebook, twitter und skype – das Angebot, mit Freunden nur noch übers Laptop zu kommunizieren, ist zudem riesig. Und fast jeder Jugendliche ist irgendwo registriert.

Beobachten Sie Ihr Kind: Verabredet es sich noch mit Freunden außerhalb virtueller Welten? Dass es diese so intensiv betritt wie das „echte Leben da draußen“, ist die große Gefahr, denn die Grenzen sind fließend. Umso mehr, da beispielsweise Computerspiele die Realität mittlerweile originalgetreu abbilden können. Versuchen Sie, Ihrem Kind Alternativen zu ermöglichen, die einen gesunden Ausgleich schaffen. Der Kontakt zu Sportvereinen oder das Interesse für ein Instrument zu wecken, gehören zu den schwierigen Aufgaben, die Ihnen als Eltern niemand abnehmen kann. 

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