Macht gesund und munter

Krankheit erkannt, Krankheit gebannt. Und zwar je früher, desto besser. Denn die ersten Lebensmonate und -jahre prägen die Gesundheit Ihres Kindes besonders.
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Das Vorsorgeprogramm „KiZ“
Damit Ihr Kind fit bleibt, haben wir ein umfassendes Vorsorgepaket vorbereitet, das Sie und Ihre Familie Schritt für Schritt begleitet. Damit Sie keine wichtigen Vorsorgetermine verpassen, erinnern wir Sie gerne daran – natürlich kostenlos und per Post.
Die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen werden bei allen Kindern von der Geburt bis zur Schulzeit durchgeführt. Sie sind immer auf das jeweilige Alter und die spezifischen Erkrankungen abgestimmt. So können Entwicklungsverzögerungen früher erkannt und Maßnahmen zur Frühbehandlung und Frühförderung begonnen werden.
Die Untersuchungen überprüfen den Gesundheitszustand des Kindes. Dabei werden Haut, Brust, Bauch- und Geschlechtsorgane sowie die Sinnesorgane, das Skelett, die Motorik und das Nervensystem gründlich und immer altersgemäß untersucht.
Übrigens: Ist Ihr Kind bei der BKK vor Ort versichert, nimmt es automatisch am „KiZ“-Programm teil – ganz einfach, unbürokratisch und ohne Anmeldung. Hier können Sie auch unsere fröhlich gestaltete Schutzhülle für das Vorsorgeheft anfordern.
Die Schwerpunkte der Vorsorgeuntersuchungen im Überblick
U 1 (Neugeborenen-Erstuntersuchung)
Sie wird direkt nach der Durchtrennung der Nabelschnur durchgeführt. Getestet werden Atmung, Herzschlag, Hautfärbung, Reflexe sowie Mimik und Bewegung. Jetzt neu im Programm: das Hörscreening für Neugeborene.
U 2 (zwischen dem 3. und 10. Tag nach der Geburt)
Die erste Kopf-bis-Fuß-Untersuchung findet entweder im Krankenhaus oder beim Kinderarzt statt. Besonderes Augenmerk liegt auf den Herz-, Atem- und Darmtätigkeiten. Um Stoffwechsel- oder Hormonstörungen zu erkennen, erfolgt eine Blutabnahme. Ebenso wie eine Rachitis- und Fluoridprophylaxe und eine Aufklärung zur Vorbeugung eines plötzlichen Kindstodes. Und erneut: das Hörscreening für Neugeborene.
U 3 (4. bis 5. Lebenswoche)
Trinkt Ihr Baby genug? Und wie sollte seine Ernährung aussehen im Hinblick auf die Mundgesundheit? Ansonsten steht eine Ultraschalluntersuchung des Hüftgelenks und der Organe auf dem Plan.
U 4 (3. bis 4. Lebensmonat)
Bei diesem Termin werden Haltung und Koordination gecheckt: Ballt das Kind die Fäuste? Oder: Lächelt es Ihnen zu? Und es wird gepiekst: Die ersten Impfungen erfolgen.
U 5 (6. bis 7. Lebensmonat)
Wieder kreist die Untersuchung um das Hören und Sehen. Reagiert Ihr Kind auf Ihre Stimme? Hat es Interesse an Spielzeug? Aber auch Bewegung spielt eine Rolle. Kann es sich von der Rücken- in die Bauchlage drehen? Spielt es mit seinen Füßen? Tipps für eine zahnschonende Ernährung und Mundhygiene werden gegeben, ebenso wie weitere Impfungen.
U 6 (10. bis 12. Lebensmonat)
Plappert Ihr Kind Doppellaute wie da-da? Reagiert es auf seinen Namen? Krabbelt es? Bei diesem Besuch stehen die geistige Entwicklung und die Sinnesorgane unter besonderer Beobachtung.
U 7 (21. bis 24. Lebensmonat)
Heute wird die sprachliche Entwicklung untersucht – mit Bildern oder im Gespräch. Aber auch die Feinmotorik und die Körperbeherrschung werden beobachtet. Steigt Ihr Kind auf Stühle oder kann es schon Treppen steigen?
U 7 a (34. bis 36. Lebensmonat)
Auch "Kindergartencheck" genannt. Hier werden alle Organe, Motorik, Haut, Körpermaße sowie das Nerven- und Skelettsystem erneut getestet. Und die Sprache: Kann Ihr Kind 3–5-Wort-Sätze sprechen? Dann ab in den Kindergarten.
U 8 (46. bis 48. Lebensmonat)
Bevor es in die Schule geht. Hier richtet der Arzt sein Augenmerk erneut auf alles. So können Organerkrankungen, Sprach- und Bewegungsstörungen, Seh- und Hörfehler sowie Verhaltensauffälligkeiten frühzeitig erkannt und behandelt werden, wie zum Beispiel das Einnässen oder Schlafstörungen. Auch ein Zuckertest wird durchgeführt.
U 9 (60. bis 64. Lebensmonat)
Wie die U 8, nur mit besonderem Augenmerk auf Sprache und Motorik. So können vor dem Schulbeginn Krankheiten geheilt werden, um dem Kind zeitaufwendige Therapien neben dem Lernen zu ersparen. Ebenso erhält das Kind eine Auffrischimpfung gegen Diphtherie und Tetanus.
U 10* (7- und 8-Jährige)
Die erste zusätzliche Früherkennungsuntersuchung im Schulalter. Neben der körperlichen Entwicklung achtet der Arzt hier auf Lese- und Rechtschreibprobleme, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Zahn-, Mund- und Kieferanomalien sowie auf das Medienverhalten des Kindes. Impfen inklusive.
U 11* (9- und 10-Jährige)
Diese Untersuchung dient dazu, gesundes Verhalten zu fördern. Neben der Ernährungs-, Stress-, Sucht- und Medienberatung wird auch über Bewegungsgewohnheiten gesprochen.
J 1 (13- bis 14-Jährige) Die Jugendgesundheitsuntersuchung.
Größe, Gewicht, Blutdruck und Impfungen werden hier überprüft. Dabei können körperliche Fehlhaltungen, Hautprobleme und Essstörungen wie Übergewicht oder Magersucht erkannt werden. Angesprochen werden auch Probleme mit den Eltern und in der Schule, Sexualität, AIDS-Vorbeugung und Empfängnisverhütung sowie Rauchen, Alkohol und Drogenmissbrauch. Dabei entscheidet der Teenager, ob seine Eltern dabei sein sollen oder auch nicht.
J 2* (16- und 17-Jährige)
Die letzte Vorsorgeuntersuchung im Jugendalter. Pubertät und Sexualität stehen im Vordergrund des Gespräches, genauso wie die Unterstützung bei der Berufswahl. Außerdem erfolgen die Vorsorgeuntersuchungen auf Diabetes mellitus, Bildung von Kröpfen und Haltungsstörungen.
F U 1 bis F U 3
Damit sich Ihre Kinder immer gut durchbeißen, haben wir auch drei zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen im Programm. Sie finden zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr statt. Dadurch sollen Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten frühzeitig erkannt und der Gebisszustand des Kindes verbessert werden. Die erste ist im dritten Lebensjahr vorgesehen, die zweite und dritte bis zum siebten Geburtstag mit einem Abstand von zwölf Monaten. Bei einem besonders hohen Kariesrisiko bieten wir noch eine weitere Untersuchung im dritten Lebensjahr an und übernehmen auch die Behandlung mit Fluoridlack. Diese Untersuchungen finden beim Zahnarzt statt.
*Diese Vorsorgeuntersuchungen können derzeit noch nicht bundesweit abgerechnet werden. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer BKK vor Ort, in welchem Umfang alle Vorsorgeuntersuchungen in Ihrer Region abgerechnet werden können.

