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Waldorf, Gemeinde oder Co.

Die Kindergartenfrage

Bewegungskindergarten, bilingual oder behindertengerecht: Aufwendig wird die Suche nach einem Kindergartenplatz sowieso, also sollte man sich vorher Gedanken machen, wie man sich die Betreuung vorstellt. Schließlich gibt man ja sein Kind auch nicht jedem x-Beliebigen.

Unter www.eltern.de können Sie mit zehn Fragen einfach feststellen, welche Kindergartenform am besten zu Ihnen passt. Und nicht vergessen, gleich die Checkliste für die Kindergartenplatzsuche auszudrucken.

Was geht im Kindergarten?

Milla kann schon rechnen, dafür plappert Lennart das ABC vorwärts und rückwärts. Und Sie sind froh, wenn Ihr Moritz eine Schleife binden kann? Natürlich vergleicht man seinen Sprössling mit anderen, um zu sehen, ob das Kind sich normal entwickelt oder eine Förderung braucht. Und natürlich ist man verunsichert, wenn es nicht das macht, was die vagen Entwicklungstabellen vorgeben. Also, sich bloß nicht verrückt machen, denn mit den kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen sind Sie in Sachen Gesundheit und Motorik auf der sicheren Seite und können sich auf die Erfahrung eines Kinderarztes und der BKK vor Ort verlassen.

Ob mit drei oder vier – gelernt ist gelernt

  • Sich selbst anziehen: Egal ob linker Schuh am rechten Fuß, Hauptsache, die lieben Kleinen haben es allein getan! Ab drei Jahren ist eine gute Zeit dafür. Bei der Entscheidung, was sie anziehen, können sie aber noch jede Menge Hilfe gebrauchen. Das ändert sich auch lange nicht.
  • Den Tisch decken: Auch Dreijährige wollen erwachsen sein und machen alles nach, wenn sie es wollen. Scherben können dann auch mal die Folge sein, aber der Stolz in den Augen entschädigt für jeden zerbrochenen Teller.
  • Telefonieren: Unglaublich, Oma sitzt im Hörer und der klingelt auch noch. Da staunen alle Dreijährigen. Mit vier oder fünf ist es dann aber auch Zeit für den eigenen Namen.
  • Auswärts nächtigen: Bei dem besten Kindergartenfreund schlafen. Mit drei kann man das fremde Bett noch beängstigend finden, mit fünf furchtbar aufregend. Aber nur mit dem Lieblingskuscheltier und
    Eltern-Notrufnummer in der Tasche.
  • Rechnen: Das Wichtigste vorweg – Mathe ist kinderleicht. Und es gibt jede Menge Spiele, die Vorstellungsvermögen und logisches Denken schulen, auch schon im Kindergarten.
  • Wissensdurst stillen: Wo ist der Autoschlüssel? Und die grüne Tasche? Fragen Sie einfach Ihr Kind, denn ab drei Jahren läuft das Kurzzeitgedächtnis auf Hochtouren. Und im nächsten Jahr kommt das Langzeitgedächtnis auch dazu. Zudem erkennen Kinder, dass alle Menschen etwas anderes denken, das verarbeiten sie in Rollenspielen, in denen meist sie den Ton angeben. Und auch das Hinterfragen von allem und jedem beginnt. Jetzt helfen nur ehrliche Antworten – einzige Ausnahmen: Osterhase, Nikolaus und Christkind. Aber ihre Existenz wird eher selten hinterfragt.
  • Schimpfworte benutzen: Du doof. Ist noch harmlos – auch aus dem Mund eines Dreikäsehochs –, aber Oma ist entsetzt, Papa seufzt und Mama verdreht die Augen. Wenn alle auf die Provokation reagieren, können Sie sicher sein: Es wird noch schlimmer.
  • Erste Verkehrsregeln behalten: Bei Rot stehen, links und rechts schauen, an der Bordsteinkante warten – zwischen drei und vier Jahren kein Problem. Die ersten Wege alleine aber bitte erst zwischen fünf und sechs Jahren.
  • Feinmotorik: Schere halten und Schleife binden will gelernt sein. Dazu braucht man eine gute Auge-Hand-Koordination. Das braucht Zeit, aber bis zur Schule haben alle den Dreh raus. Dies lernt man beim Basteln, Kneten, Ausschneiden oder Puzzeln, genauso wie das Stillsitzen und das Sich-selbst ­Beschäftigen.
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